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Konzept Erfundene Marke · Website von H&H Creative

Herstellungsweg

Vom Feld in die Kammer, in sechs Stationen.

Jede Charge durchläuft dieselben sechs Stationen. An jeder steht der Wert, auf den es dort ankommt und den wir für jede Charge dokumentieren.

01 · Anlieferung

Höchstens sechs Stunden vom Feld ins Werk.

Die Partnerhöfe kühlen die Ernte gleich auf dem Hof vor. Spätestens sechs Stunden nach der Ernte ist sie bei uns im Werk. Im Wareneingang prüfen wir Temperatur und Zustand der Rohware. Jede Lieferung erhält eine Eingangsnummer, über die der Hof später mit der Charge verbunden bleibt.

Ernte bis Werk
≤ 6 h
Wareneingang
Temperatur und Zustand
Kennzeichnung
Eingangsnummer

02 · Vorbereiten

Gewaschen, verlesen, geschnitten.

Die Rohware wird gewaschen, verlesen und geschnitten, Erdbeeren in Scheiben von 6 mm. Gemüse wie Möhren wird danach kurz blanchiert, damit Enzyme Farbe und Geschmack beim Lagern nicht verändern. Die Schnittstärke bestimmt mit, wie lange die Trocknung dauert.

Erdbeere
Scheiben 6 mm
Möhre
Würfel, blanchiert

03 · Schockfrosten

Rasch durchgefroren, damit die Kristalle klein bleiben.

Auf Schalen verteilt, wird die Frucht bei −40 °C rasch durchgefroren. So bleiben die Eiskristalle klein, und das Zellgewebe wird geschont.

Das Frosten findet vor der Kammer statt. Erst die gefrorene Ware wird in die Kammer geladen.

Temperatur
−40 °C
Ort
Froster, vor der Kammer
Schale mit Erdbeerscheiben in Kammer 2. Rendering als Platzhalter.

04 · Haupttrocknung

Im Vakuum verdampft das Eis, ohne zu schmelzen.

Die Schalen stehen auf beheizten Stellflächen. Bei 0,5 mbar geht das gefrorene Wasser direkt in Dampf über und schlägt sich an der Kühlfalle nieder. Form, Farbe und Aroma der Frucht bleiben weitgehend erhalten.

Der Druck in der Kammer bestimmt, wie kalt das Eis bleibt. Bei 0,5 mbar liegt die Gleichgewichtstemperatur bei rund −27 °C, an der Sublimationsfront ist es meist einige Grad wärmer. Die Stellflächen liefern die Wärme für die Sublimation, aber nur so viel, dass der gefrorene Kern nicht antaut und die Struktur der Frucht nicht zusammenfällt.

Druck
0,5 mbar
Kühlfalle
−70 °C
In der Kammer
24 bis 30 h

05 · Nachtrocknung

Jetzt geht auch das gebundene Wasser.

Danach sinkt der Druck weiter, und die Stellflächen werden wärmer. Jetzt löst sich auch das Wasser, das an die Bestandteile der Frucht gebunden ist. Fachleute nennen das Desorption. Die Frucht wird knusprig und lagerstabil.

Druck
0,01 mbar
Stellflächen
wärmer als in der Haupttrocknung

06 · Prüfen und Verpacken

Geprüft, dann unter Stickstoff verpackt.

Restfeuchte, Wasseraktivität und Sensorik prüfen wir an jeder Charge. Vor dem Abfüllen läuft die gesamte Ware durch den Metalldetektor. Verpackt wird unter Stickstoff, der den Luftsauerstoff weitgehend aus der Packung verdrängt.

Restfeuchte
< 3 %
Fremdkörper
Metalldetektor
Packgas
Stickstoff

Rohware

Feste Partnerhöfe am Niederrhein.

Die Rohware beziehen wir von festen Partnerhöfen am Niederrhein. Der weiteste liegt 18 Kilometer vom Werk entfernt. Die Höfe kühlen die Ernte vor, spätestens sechs Stunden nach der Ernte ist sie bei uns. Im Wareneingang prüfen wir Temperatur und Zustand jeder Lieferung, bevor sie weiterverarbeitet wird.

Schema: Das Werk in Uedesheim in der Mitte, Ringe bei 6, 12 und 18 Kilometern. Sechs Partnerhöfe liegen innerhalb von 18 Kilometern. Östlich am Werk fließt der Rhein. RHEIN 6 km12 km18 km Hof 1Hof 2Hof 3Hof 4Hof 5Hof 6 WERK
Schema ohne echte Standorte. Höfe und Entfernungen sind Beispielwerte.

Druck und Temperatur

Warum das Eis nicht schmilzt.

Unterhalb von 6,12 mbar ist reines Wasser als Flüssigkeit nicht beständig. Eis geht dort direkt in Dampf über, es sublimiert. Bei 6,12 mbar und 0,01 °C liegt der Tripelpunkt, an dem Eis, Wasser und Dampf nebeneinander bestehen.

In der Haupttrocknung halten wir 0,5 mbar, weit unter dem Tripelpunkt. In der Nachtrocknung sinkt der Druck auf 0,01 mbar. Damit er so tief sinken kann, muss das Eis an der Kühlfalle kälter sein als etwa −61 °C, sonst verdampft es dort wieder. Unsere Kühlfalle hält −70 °C. Die Frucht selbst enthält in der Nachtrocknung kein Eis mehr und wird erwärmt.

Phasendiagramm von Wasser: Unterhalb des Tripelpunkts bei 6,12 Millibar und 0,01 Grad Celsius geht Eis direkt in Dampf über. Bei 0,5 Millibar liegt diese Grenze bei rund minus 27 Grad, bei 0,01 Millibar bei rund minus 61 Grad. Die Kühlfalle mit minus 70 Grad liegt kälter. In der Nachtrocknung enthält die Frucht kein Eis mehr. 0,0010,010,11101001.000 -80-60-40-20020406080100 TEMPERATUR IN °C Druck in mbar Eis Wasser Dampf Tripelpunkt 6,12 mbar · 0,01 °C Kühlfalle −70 °C 0,5 mbar · −27 °C Haupttrocknung 0,01 mbar · −61 °C Grenze für die Kühlfalle
Grenzlinien berechnet nach Murphy und Koop (2005). Unterhalb von 6,12 mbar ist flüssiges Wasser nicht beständig: Eis geht direkt in Dampf über. In der Nachtrocknung ist kein Eis mehr in der Frucht. Der Punkt bei 0,01 mbar zeigt, wie kalt die Kühlfalle mindestens sein muss.

06 · Prüfen

Was nach der Trocknung gemessen wird.

Die Restfeuchte gibt an, wie viel Wasser nach der Trocknung noch in der Frucht steckt. Wir bestimmen sie an jeder Charge, die Grenze liegt bei 3 %. Die Wasseraktivität aw beschreibt, wie frei dieses Wasser verfügbar ist. Sie ist das Verhältnis des Wasserdampfdrucks über dem Produkt zu dem über reinem Wasser bei gleicher Temperatur. Reines Wasser hat den Wert 1,0.

Für das Wachstum von Mikroorganismen ist die Wasseraktivität maßgeblich, nicht der Wassergehalt. Die meisten Bakterien vermehren sich erst ab etwa 0,91, die meisten Schimmelpilze ab etwa 0,80. Unter 0,6 vermehren sich Mikroorganismen nicht mehr, sie werden dadurch aber nicht abgetötet. Gefriergetrocknete Erdbeeren liegen bei etwa 0,3.

  1. aw etwa 0,3gefriergetrocknete Erdbeere
  2. aw 0,6darunter vermehren sich keine Mikroorganismen
  3. aw etwa 0,80die meisten Schimmelpilze ab
  4. aw etwa 0,91die meisten Bakterien ab
  5. aw 1,0reines Wasser
Wasseraktivität aw, Skala von 0 bis 1,0

Lohntrocknung

Ihre Rohware, unsere Kammern.

Hersteller, die eigene Rohware gefriertrocknen lassen möchten, nutzen bei uns denselben Herstellungsweg und dieselbe Prüfung wie für unsere eigenen Chargen. Programm, Schnitt und Grenzwerte legen wir vorher gemeinsam fest.

  1. 01

    Anfrage

    Sie nennen uns Produkt, Menge, gewünschte Form und Restfeuchte.

  2. 02

    Probetrocknung

    Eine kleine Menge trocknen wir zur Probe. Sie erhalten Muster und Messwerte.

  3. 03

    Programm

    Druck, Stellflächentemperatur und Dauer werden für Ihr Produkt festgelegt und bei jeder weiteren Charge gleich gefahren.

  4. 04

    Anlieferung

    Frisch oder tiefgefroren. Ihre Losnummer übernehmen wir in unser Protokoll.

  5. 05

    Trocknung und Prüfung

    Wie bei unseren eigenen Chargen, mit Restfeuchte, Wasseraktivität, Sensorik und Metalldetektor.

  6. 06

    Rücklieferung

    Im vereinbarten Gebinde, mit Trocknungsprotokoll und Prüfergebnissen.

Lohntrocknung anfragen

Kontakt

Sprechen Sie mit uns über Ihr Produkt.

Für Lohntrocknung brauchen wir Produkt, Menge, gewünschte Form und Restfeuchte, für Zutaten nach Spezifikation Sorte, Schnitt, Menge und Verwendung. Wir melden uns mit einem Vorschlag.

  • Tobias KremerVertrieb Hersteller und Lohntrocknung
  • Jana HermesGeschäftsführung

Werksverkauf in Uedesheim. Snacks und Pulver im Beutel direkt aus dem Werk.

Anfrage

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Ihre Angaben nutzen wir nur für diese Anfrage.